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Das Christentum geht zurück auf Jesus Christus, den Sohn des lebendigen GOTTES. Sein Kommen wird uns schon in den ersten Kapiteln der Heiligen Schrift (1. Mose 3:15) und in weiteren Büchern des Alten Testaments vorhergesagt (Jesaja 7:14; Micha 5:1).

Von der Öffentlichkeit beinahe unbemerkt kommt Jesus, nach unserer Zeitrechnung etwa im Jahre 4 v.Chr., unter der Herrschaft des König Herodes in Bethlehem zur Welt. Seine Mutter ist die Jungfrau Maria, die ein Kind von GOTTES Geist erwartet, noch ehe sie mit Joseph verheiratet ist. (Matthäus 1:18; Lukas 1:26 ff). Kaum ist Jesus auf der Welt, lässt König Herodes nach ihm suchen, um ihn zu töten. Doch ein Engel GOTTES fordert Joseph auf, mit seiner Frau Maria und dem Kind nach Ägypten zu fliehen. Da Herodes das Jesuskind nicht findet, lässt er vor lauter Zorn alle Knaben unter 2 Jahren töten in der Hoffnung, das Jesus darunter ist.

Viele Jahre vergehen (König Herodes ist inzwischen tot), als ein Engel GOTTES Joseph auffordert, nach Israel zurückzukehren. Doch Joseph befällt Angst, als er hört, dass nun Archelaus, der Sohn Herodes, König von Judäa ist. Im Traum erhält Joseph von GOTT die Anweisung, stattdessen in die Provinz Galiläa zu ziehen und sich dort niederzulassen.

Jesus ist etwa 30 Jahre alt, als er an den Jordan kommt, wo er von Johannes dem Täufer getauft wird. Als Jesus aus dem Wasser steigt, öffnet sich der Himmel über ihm und GOTT bekennt sich zu seinem Sohn: "[...] Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe" (Matthäus 3:17).

Nachdem Jesus von Nazareth im Jordan getauft wurde, sammelt er Jünger um sich und durchzieht Palästina als Wanderprediger. Er mahnt das vom wahren Glauben abgefallene Volk Israel zur Umkehr, heilt kranke Menschen und weist auf das kommende Reich GOTTES hin. Es dauert nicht lange, bis Jesus den Zorn der Herrschenden auf sich zieht. Nach etwa 3,5 Jahren seines Wirkens entlädt sich der Ärger der Pharisäer und Schriftgelehrten Israels, indem sie Jesus durch die römische Besatzung ans Kreuz nageln lassen, wo dieser unter unsäglichen Qualen stirbt. (nachzulesen in den vier Evangelien des Neuen Testamentes).

Nach drei Tagen wird das Grab Jesu leer aufgefunden. Jesus lebt. (Matthäus 28; Markus 16; Lukas 24; Johannes 20). Er erscheint seinen Jüngern mehrmals bis zu seiner Himmelfahrt und gibt ihnen einen eindeutigen Auftrag: "Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die Heilsbotschaft. Denn wer glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, der wird verurteilt werden" (Markus 16:16).

Als eine Wolke Jesus aufnimmt und den Blicken der Jünger entschwindet, stehen zwei weißgekleidete Männern bei ihnen und sagen: "Ihr Galiläer, was steht ihr hier und seht zum Himmel? GOTT hat Jesus aus eurer Mitte zu sich in den Himmel genommen; aber eines Tages wird er genauso zurückkehren" (Apostelgeschichte 1:11).

Zu Beginn des jüdischen Pfingstfestes waren alle Jünger wieder beieinander und viele Juden kamen aus aller Welt nach Jerusalem, als GOTTES Geist die Jünger ergreift und sie in fremden Sprachen sprechen, so dass jeder Jude sie in seiner Muttersprache verstehen kann. Petrus beginnt die Botschaft Jesu zu verkünden und 3000 Juden lassen sich an diesem Tag taufen; es entsteht die erste Christengemeinde.

 

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    Christentum  
   

Kreuzigung, Hinrichtung eines Verbrechers, indem man ihn an ein Kreuz nagelte oder band. Vom 6. Jahrhundert v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. war es eine übliche Strafe für Kapitalverbrechen, vor allem bei den Persern, Ägyptern, Karthagern und Römern. Die Römer verwendeten die Kreuzigung für Sklaven und Verbrecher, aber niemals für ihre eigenen Bürger. Das römische Recht sah vor, dass der Verbrecher ausgepeitscht werden musste, bevor er getötet wurde. Er musste auch entweder das gesamte Kreuz oder, was üblicher war, den Balken des Kreuzes vom Ort des Auspeitschens zur Hinrichtungsstätte tragen. Die Kreuzigung wurde 337 von Konstantin I. aus Respekt gegenüber Jesus Christus verboten, der ebenfalls am Kreuz gestorben war.

 

 
   
   
Rembrandt: Die drei Kreuze (1653), British Museum
     
Das Motiv der Kreuzigung Jesu Christi wurde in der abendländischen Kunst immer wieder aufgegriffen. Rembrandts Radierung Die drei Kreuze, die vom Künstler mehrmals überarbeitet wurde und hier in einer früheren Fassung abgebildet ist, gehört zu den herausragenden Beispielen dieser Art.


Die Kreuzigung Christi zwischen zwei Dieben wird im Neuen Testament von allen vier Evangelisten berichtet (N. T., Matthäus 27, 33-44; Markus 15, 22-32; Lukas 23, 33-43; und Johannes 19, 17-30). Die Bedeutung der Kreuzigung Christi war während der gesamten Geschichte der Kirche hindurch ein Thema der theologischen Diskussionen.

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