zurück Saint Pierre et Miquelon  
     

Saint-Pierre-et-Miquelon, Collectivité territoriale von Frankreich im Nordatlantischen Ozean südlich der Küste des kanadischen Neufundland. Es besteht aus zwei kleinen Inselgruppen mit einer Gesamtfläche von 242 Quadratkilometern. Die Hauptinseln sind Saint-Pierre, Miquelon und Langlade. Die letzten beiden Inseln sind durch eine flache, sandige Nehrung miteinander verbunden. Es herrscht ein raues Klima. Die überwiegend kahlen und felsigen Inseln sind für den Kabeljaufischfang von Bedeutung. Exportgüter sind Schiffsausrüstungen, Fisch und Rinder. Auch der Fremdenverkehr spielt eine wichtige Rolle. Die Hauptstadt Saint-Pierre liegt auf der gleichnamigen südlichsten Insel der Gruppe. Etwa 90 Prozent der Gesamtbevölkerung wohnen in der Hauptstadt.

Der portugiesische Entdecker José Alvarez Fagundes soll die Inseln 1520 das erste Mal gesehen haben. Französische Fischer errichteten 1604 die erste dauerhafte Siedlung. 1713 trat Frankreich nach einem Sieg der Briten im Queen Anne’s War Saint-Pierre und Miquelon an Großbritannien ab. Mit dem Vertrag von Paris 1763 wurden die Inseln an Frankreich zurückgegeben. 30 Jahre später wurden sie während der französischen Revolutionskriege von Großbritannien besetzt, aber mit dem Vertrag von Paris von 1814 für immer an Frankreich zurückgegeben. Im 2. Weltkrieg besetzten die freien französischen Truppen von General Charles de Gaulle die Inseln. Sie wurden 1976 zur Dépendance Saint-Pierre-et-Miquelon und erhielten 1985 den Status als Collectivité territoriale. Die Inselgruppe zählt etwa 6 400 Einwohner.

Die Gemeinde Saint-Pierre besteht aus der gleichnamigen Hauptinsel und einigen nahe gelegenen kleineren Inseln, wie zum Beispiel die Île-aux-Marins, eine Insel, die seit den 1960er Jahren unbewohnt ist. Obgleich fast 90% der Einwohner von Saint-Pierre und Miquelon in Saint-Pierre leben, ist die Gemeinde beträchtlich kleiner als Miquelon-Langlande.

Der Hauptort der Gemeinde befindet sich an der Nordseite des Hafens "Barachois" an der Ostküste der Insel. Die Einfahrt zum Hafen wird durch eine kleine Inselkette geschützt.

Saint-Pierre und Miquelon ist eine kleine Inselgruppe östlich der kanadischen Küste, etwa 25 km vor Neufundland. Es leben dort gut 6.000 Menschen, hauptsächlich von Fischerei und Tourismus; die Hauptstadt heißt Saint-Pierre.

Die Inseln stellen das letzte Überbleibsel der französischen Kolonien in Nordamerika dar und sind heute als französisches Überseegebiet an Frankreich gebunden.

Saint Pierre et Miquelon

Sprachen:

Auf Saint-Pierre und Miquelon wird Französisch gesprochen. Bis ins 20. Jahrhundert sprach aber auch ein Teil der Bevölkerung Baskisch.