zurück Australien  
     
   

Als nördlichster Punkt des europäischen Festlandes wird allgemein das Nordkap in Norwegen angesehen, in Wirklichkeit ist es aber Knivskjelodden (71°11'08'' Nord), das vier Kilometer weiter westlich liegt. Der südlichste Punkt des Kontinents ist die Punta de Tarifa bei Gibraltar im südlichen Spanien. Von West nach Ost erstreckt sich das Festland zwischen Cabo da Roca in Portugal und den Bergketten des Ural in Russland.

Als Grenze zu Europa gilt seit dem 18. Jahrhundert die Gebirgskette des Ural und daran nach Süden anschließend der Fluss Ural, der in das Kaspische Meer mündet. Die südliche Grenze bildet der Kaukasus zwischen dem Kaspischen Meer und dem Schwarzen Meer. Europa und Asien bilden zusammen den Kontinent Eurasien. Fast der ganze asiatische Kontinent liegt auf der Nordhalbkugel. Nur in Südostasien greifen die Inseln des Malaiischen Archipels auf die südliche Hemisphäre über. Im Norden grenzt Asien an das Nordpolarmeer, im Osten an den Pazifik, im Süden an den Indischen Ozean und im Westen an das Mittelmeer. Von Afrika wird Asien durch das Rote Meer, von Amerika durch die Meerenge der Beringstraße getrennt.

 
   

Flüsse:

Rund zwei Drittel der Oberfläche Australiens sind von Wüsten oder Halbwüsten bedeckt und weisen eine extrem hohe Verdunstungsrate auf. Nur etwa 10 Prozent des gesamten Niederschlags speisen Oberflächengewässer. Infolgedessen gibt es mit Ausnahme der niederschlagsreicheren östlichen und südwestlichen Gebiete Australiens sowie Tasmaniens nur vergleichsweise wenig Flüsse, die ständig Wasser führen. Die Great Dividing Range markiert die Wasserscheide zwischen der schmalen Ostküste und dem restlichen Teil Australiens. An den Ostflanken der Gebirgskette befinden sich permanent Wasser führende Flüsse, von denen die wichtigsten der Burdekin, der Fitzroy und der Hunter sind. Von den westlich der Great Dividing Range verlaufenden Flüssen ist nur der Murray ganzjährig Wasser führend. Er wird in seinem Quellgebiet in der Region um den Mount Kosciusko von Schmelzwasser und weiter flussabwärts von großen Nebenflüssen wie dem Darling und dem Murrumbidgee gespeist und führt daher ausreichende Wassermengen, um die gleichnamige trockene Ebene zu durchqueren. Der Murray mündet östlich von Adelaide an der Südküste Australiens in den Indischen Ozean. Das Murray-Darling-Murrumbidgee-Stromsystem ist das wichtigste in ganz Australien. Es entwässert eine Fläche von über 1,1 Millionen Quadratkilometern in Queensland, New South Wales, Victoria und South Australia und versorgt einige der wichtigsten Anbau- und Weideflächen des Landes mit Wasser. Während der Regenzeit ist das Wasserstraßennetz größtenteils auch schiffbar. Der Murray bildet die Grenze zwischen den Bundesstaaten New South Wales und Victoria.

 

 
   

Australiens Ureinwohner:

Die Traditionen der Aborigines weisen darauf hin, dass sie seit jeher in Australien gelebt haben. Anthropologen vermuten jedoch, dass sie aus Asien auswanderten und schließlich vor etwa 60 000 bis 40 000 Jahren nach Australien kamen. Diese Annahme wird durch die Tatsache gestützt, dass der Meeresspiegel zu dieser Zeit verhältnismäßig niedrig war und dadurch zwischen dem asiatischen und dem australischen Kontinent eine nahezu durchgehende Landbrücke bestand. Infolge eines Meeresspiegelanstiegs wurde dieser verhältnismäßig einfache Verbindungsweg später überflutet. Tasmanien wurde vor etwa 13 500 bis 8 000 Jahren ebenfalls durch die Anhebung des Meeresspiegels vom australischen Festland getrennt. Die hier beheimateten Aborigines erfuhren infolgedessen eine andere kulturelle Entwicklung als die Bewohner auf dem australischen Festland.

 
   

Sprache:

Die Amtssprache ist Englisch. Das australische Englisch ist sehr stark am so genannten Standard English angelehnt (siehe englische Sprache). Es hat aber einige Besonderheiten, die z. B. die Aussprache, den Wortschatz oder die Ausdrucksweise betreffen. So wird beispielsweise für das Englische to be angry (wütend sein) im australischen Englisch to be ropable synonym verwendet – in Anlehnung an wild gewordene Schafe, die sich nur mit einem Seil (englisch rope) bändigen lassen. Die Sprachen der Aborigines und andere Sprachen werden in ethnischen Gemeinden und Gruppierungen gesprochen (australische Sprachen). Zahlreiche Begriffe aus den Sprachen der Aborigines haben auch Eingang ins australische Englisch gefunden (z. B. boomerang, kangoroo, wallaby). Von den einst über 250 Sprachen der Aborigines sind in lehrbarer Form nur rund 50 Sprachen erhalten geblieben. In letzter Zeit bemüht man sich verstärkt darum, die verbliebenen Sprachen der Ureinwohner zu schützen.

 

 
   

Religion:

Australien hat keine Landeskirche; die australische Verfassung garantiert Religionsfreiheit. Die Mehrheit der Bevölkerung bekennt sich zum Christentum, praktiziert den Glauben aber kaum. Größte christliche Glaubensgemeinschaften sind die römisch-katholische Kirche und die anglikanische Kirche, die jeweils etwa 26 Prozent der Gesamtbevölkerung auf sich vereinen. Fast 25 Prozent bekennen sich zu anderen christlichen Konfessionen, vor allem zum Protestantismus. Es gibt jedoch auch orthodoxe Gemeinden der östlichen Kirchen. Darüber hinaus bestehen in Australien jüdische, buddhistische und islamische Gemeinden. Seit den siebziger Jahren ist die Zahl der Buddhisten und Muslime stark angestiegen.