zurück das Judentum  
     
   

Der Begriff geht auf die abgeleitete lateinische bzw. griechische Übersetzung des Wortes Jehudi (Jude; Plural Jehudim) zurück. Ursprünglich bezeichnete dieser nur einen Einwohner Judäas im Süden Palästinas. Nach dem Babylonischen Exil wurden jedoch alle Anhänger der jüdischen Reformatoren Esra und Nehemia sowie alle Einwohner der Provinzen Israel und Judäa Juden genannt. Die Juden selbst bezeichneten sich, soweit religiöse Angelegenheiten betroffen waren, als Israeliten oder Bne Israel (Söhne Israels). Die Herkunft der Bezeichnung Hebräer (ivri) ist nicht sicher zu bestimmen. Sie wird zwar häufig synonym mit Israeliten verwendet, doch scheint ihre ursprüngliche Bedeutung weniger auf eine religiöse oder nationale Gruppe denn auf eine soziale Schicht landloser Wanderer im Sinn von Nomaden abzuzielen. Abraham ist der Erste, der in der Bibel als Hebräer bezeichnet wird (Genesis 13, 14). Im biblischen Hebräisch existierten die Begriffe Judentum und Religion nicht.

Judentum, Bezeichnung für die Religion des Volkes Israel. Das Judentum, aus dem Christentum und Islam hervorgingen, ist die älteste der drei monotheistischen Offenbarungsreligionen. Der Begriff geht auf die abgeleitete lateinische bzw. griechische Übersetzung des Wortes Jehudi (Jude; Plural Jehudim) zurück. Ursprünglich bezeichnete dieser nur einen Einwohner Judäas im Süden Palästinas. Nach dem Babylonischen Exil wurden jedoch alle Anhänger der jüdischen Reformatoren Esra und Nehemia sowie alle Einwohner der Provinzen Israel und Judäa Juden genannt. Die Juden selbst bezeichneten sich, soweit religiöse Angelegenheiten betroffen waren, als Israeliten oder Bne Israel (Söhne Israels). Die Herkunft der Bezeichnung Hebräer (ivri) ist nicht sicher.

Von grundlegender Bedeutung für das Judentum ist der unbedingte Monotheismus, demzufolge ein einziger transzendenter Gott die Welt erschaffen hat und ihre Geschicke lenkt. Traditionsbewusste Juden erkennen Gottes Geist sowohl in der natürlichen Ordnung, wie sie in der Schöpfung zum Ausdruck kommt, als auch im geschichtlichen Prozess. Gottes Wille ist in der Thora, der Unterweisung und Lehre, offenbart. Sie enthält unter anderem Gebote (Mizwot), welche den Umgang der Menschen untereinander und ihr Verhältnis zu Gott regeln. Das Verhältnis des Einzelnen zu Gott ist unmittelbar und persönlich; es bedarf nach jüdischer Auffassung keiner Vermittlung, weder durch Priester noch durch Handlungen wie etwa der Beichte oder der Sakramente. Darüber hinaus ist der Mensch völlig frei in seinen Entscheidungen: Er kann bzw. muss sich stets aufs Neue zwischen dem guten Trieb (Jezer ha Tow) und dem bösen Trieb (Jezer ha Ra) entscheiden, die ihm innewohnen und beide von Gott kommen.